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Nestroyringverleihung mit Steinhauer/Henning "Freundschaft"

Erstmals wird am 25. Mai der Johann Nestroy-Ring der Stadt Bad Ischl verliehen! Der erste Träger dieser Auszeichnung ist Erwin Steinhauer, dem der Ring im historischen Lehartheater von Bad Ischl, wo Johann Nestroy auf der Bühne stand und im Publikum saß, am Mittwoch, 25. 5., verliehen wird. Auf dem Programm dieses Festabends steht eine festliche Galavorstellung von "Freundschaft", ein kabarettistisches Theaterstück mit Erwin Steinhauer und Rupert Henning, das um 19.30 Uhr beginnen wird. Im Anschluß wird der Johann Nestroy Ring seinem Preisträger übergeben. Das musikalische Rahmenprogramm übernehmen der bereits mit dem Nestroyring ausgezeichnete Roland Neuwirth sowie die Hohtraxlecker Sprungschanzenmusi.

Die Verleihungsfeier ist öffentlich zugänglich, Karten zu EUR
25.-- (sie beeinhalten den Eintritt zur Aufführung von
"Freundschaft", die Verleihungsfeier und das anschließende
Kulturfest mit einem Buffet) sind im Vorverkauf beim
Tourismusverband Bad Ischl, Tel. 06132 / 27757, in der
Salzkammergut Touristik, Tel. 06132 / 2400051, und im
Lehartheater erhältlich!

FREUNDSCHAFT - Eine total politische Privatangelegenheit
ERWIN STEINHAUER & RUPERT HENNING


Ein kabarettistisches Stück von Rupert Henning & Florian
Scheuba
Pressetext Fotos zum Download unter www.hoanzl.at

Der Onkel Peppi war rotes Urgestein: Schutzbündler,
Februarkämpfer, Widerständler, Gewerkschaftler.
Er hatte ein langes, bewegtes Leben.
Man könnte sagen, er war die personifizierte sozialistische
Legende.
Aber auch Legenden leben nicht ewig.
Die meisten seiner alten Genossen sind schon vor dem Peppi
gegangen.
Genau wie seine Verwandten. Alle schon in einer besseren
Welt.
Alle, bis auf zwei: ein Vater und ein Sohn.
Dem einen hat der Onkel Peppi praktisch schon zu Lebzeiten die
Gesinnung vererbt. Und ab und zu hat er ihm auch eine Rutsche
gelegt.
Der andere ist quasi ein Kind der postideologischen Generation.
Und Rutschen akzeptiert er nur auf Kinderspielplätzen.
Und genau da liegt das Problem.
Am Abend vor dem Begräbnis vom Onkel Peppi treffen die
beiden sich in dessen Gemeindebauwohnung. Angeblich, um
unter seinen wenigen Habseligkeiten das alte Parteiabzeichen
zu suchen, damit der Onkel Peppi es am Revers trägt, wenn er
zur letzten Ruhe gebettet wird.
Eigentlich suchen die beiden aber ganz etwas anderes.
Und zwar eine Lösung für ihr Problem.
Oder anders gesagt - einen Weg zueinander.
Was relativ schwierig ist, weil ihnen sozusagen ununterbrochen
die Politik ins Leben pfuscht.
Konkret geht es unter anderem um die Frage, ob Klopapier eine
Gesinnung ist, ob man als Bankkassier ein Werkzeug der
Arbeiterschaft sein kann, ob es Freundschaft wirklich gibt oder
nur temporär flexible Interessensgemeinschaften, ob das
"Goldene Blatt" ein Organ des Klassenkampfes ist, wer das
Urheberrecht aufs "Gut-Sein" hat, ob Watschen unter
bestimmten Umständen keine konservative
Erziehungsmaßnahme sondern vielmehr ein akustisches
Signal sein können, was unter Kreisky für die sexuelle
Revolution in diesem Land geleistet wurde - und darum, ob die
Seele der Partei Spargel bestellt hätte.
Kurzum, es geht ums Eingemachte. In Sachen Ideologie.
Irgendwann kommt dann die ganze Wahrheit ans Licht.
Und dann noch eine.
Und noch eine.
Und dann ganz eine andere.
Bis sich kein Schwein mehr auskennt.
Bis zum totalen Identitätsverlust sozusagen.
Genau wie im echten (sozialdemokratischen) Leben.

Eine satirische Abrechnung
und ein ironischer Schlagabtausch zwischen in mancherlei
Hinsicht "linken" Vätern und Söhnen.
Mit einer Ideologie in der Rolle der komischen Alten
und einem Hund, der versucht, mit dem Schwanz zu bellen.


Johann Nepomuk Eduard Ambrosius NESTROY

Österreichischer Schauspieler, Sänger, Stückeschreiber,
Possendichter; geboren am 7. Dezember 1801 studiert als Sohn
eines Hof- und Gerichtsadvokaten zunächst Jura in Wien, ehe er
sich der darstellenden Kunst zuwendet; beginnt 1822 zunächst
als Opernsänger am Hoftheater Wien, wechselt 1823 an das
Deutsche Theater in Amsterdam, wo er bereits einige
Sprechrollen in Lustspielen übernimmt.

1825 geht er nach Brünn, Mitte 1826 nach Graz, wo die
komischen Sprechrollen bereits die Gesangspartien
überwiegen.

1831 engagiert ihn Direktor Carl ans Theater an der Wien. Dort
feiert Nestroy nicht nur als Schauspieler große Erfolge, sondern
macht auch erste Schreibversuche, die über Textbearbeitung
und kleine Vorspiele hinausgehen.

1832 erzielt er als Bühnenautor bereits einige beachtliche
Erfolge.

1833 gelingt ihm mit "Lumpacivagabundus”, seinem (auch
später) meistgespielten Werk, endgültig der große Durchbruch
als Autor. Er wird zur Leitfigur des vormärzlichen Wiener
Volkstheaters, brilliert als Schauspieler künftig vor allem in
eigenen Stücken, die er sich und seinen Partnern Scholz, Carl,
Grois, später auch Treumann auf den Leib schreibt.

1845 geht er mit Carl ans Leopoldstädter Theater, das er 1854
als Direktor übernimmt und bis 1860 erfolgreich leitet, ehe er
sich altersbedingt nach

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